<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:g-custom="http://base.google.com/cns/1.0" xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/" version="2.0">
  <channel>
    <title>Biografie und Fantasie</title>
    <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de</link>
    <description>Hier lesen Sie in unregelmäßigen Abständen Geschichten aus dem Leben, die so oder ähnlich auch die Ihren sein könnten.
Persönliche Erinnerungen und Gedanken zu vergangenen Lebensumständen, Einstellungen und Ereignissen.
Je mehr von diesen kleinen Blitzlichtern ich schreibe, desto mehr fallen mir ein. So setzt sich (m)ein Leben langsam zu einem immer größeren Puzzle zusammen. 
Das macht Spaß. Wenn Sie es auch versuchen wollen, melden Sie sich gerne bei mir.</description>
    <atom:link href="https://www.biografie-monikadibernardo.de/feed/rss2" type="application/rss+xml" rel="self" />
    <image>
      <title>Biografie und Fantasie</title>
      <url>https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_5115.jpg</url>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de</link>
    </image>
    <item>
      <title>Kinderflohmarkt</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/kinderflohmarkt</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich bin in bei meinem Opa. Die Höflinger-Kinder wollen heute in ihrem Hof einen Flohmarkt machen. Ich sehe aus dem Wohnzimmerfenster, wie die tollsten Sachen in ihrem Hof aufgebaut werden. Puppen und Puppenkleider, Spielzeugautos, Eisenbahnwaggons und vieles Buntes mehr, das ich von hier aus nicht erkennen kann. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Der Eintritt soll zehn Pfennig kosten. Gerade machen die zwei kleinen Buben das große Tor zu. Ich habe heute Morgen meinen Opa gefragt, ob ich hingehen darf. Er sah nicht sehr begeistert aus, aber er nickte. Ich weiß, dass er die Höflinger Kinder nicht mag. Er hat zu meiner Mami gesagt, die wären kein Umgang für mich oder so ähnlich. Ich habe nicht verstanden, was er damit meinte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotzdem hat er genickt auf meine Frage. Doch der schwierige Teil stand noch bevor. Ich brauchte zehn Pfennig, um dabei sein zu dürfen. Mein Opa wurde furchtbar wütend. Auf keinen Fall würde er bezahlen, damit seine Enkelin spielen dürfe. Damit zog er sich in seinen Sessel zurück, um seinen Mittagsschlaf zu halten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich ging in die Küche. Resi, die meinem Opa den Haushalt machte, hatte alles mitgehört und hatte schon eine rosa Limo für mich bereit. Die war eigentlich auch verboten. Wir durften nur Bluna trinken, weil die gesünder war. Trotzdem konnte ich meine Enttäuschung nicht unterdrücken. Puppen interessierten mich zwar nicht, aber ich wollte unbedingt dabei sein. Es würden bestimmt ganz viele Kinder kommen und ich wäre mittendrin. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Resi war mit mir traurig. Als meine Tränen nicht aufhörten zu fließen, holte sie plötzlich ihren dicken schwarzen Geldbeutel aus der Küchenschublade und kramte zehn Pfennig heraus. Die drückte sie mir in die Hand. „Du darfst deinem Opa aber nichts sagen.“ Ich nickte heftig. Nie würde ich sie verraten. Mit klopfendem Herzen zog ich los über die Straße, zahlte das Eintrittsgeld und war im Paradies. Wie ich es mir vorgestellt hatte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich tauchte gerade er ein, da hörte ich eine herrische Stimme vom Tor. Mein Opa. Frau Höflinger stand bei ihm und sah ganz komisch aus, als würde sie gleich weinen. Mein Opa rief mich zu sich, Frau Höflinger gab ihm die zehn Pfennig zurück. Daraufhin schleppte er mich an der Hand wortlos über die Straße. Die Standpauke blieb aus. Er lieferte mich einfach bei Resi in der Küche ab.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe mich so geschämt. Wem gegenüber, weiß ich nicht mehr so genau
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-2267870546.jpg" length="86496" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Fri, 28 Aug 2026 16:33:22 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/kinderflohmarkt</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-2267870546.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-2267870546.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Sommer, Sonne, Segelboote</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/sommer-sonne-segelboote</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Sommer meiner Kindheit waren lang und heiß und am Ende war ich braun wie eine Haselnuss. Die Erwachsenen rieben sich dafür mit Tiroler Nussöl ein und genossen ihre Tage auf dem Liegestuhl. Sonnenschutz war damals noch unbekannt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir Kinder, meine drei Vettern und ich, meine Schwester war damals noch ein Baby, hatten eine ganze Insel zum Spielen. Die „Insel,“ die Fraueninsel im Chiemsee. Dort verbrachten wir einen Großteil des Sommers in einer Hütte mit einem riesigen Garten und einem Bootshaus mit Liegebrett.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im flachen Wasser neben dem Liegebrett habe ich im Sommer schwimmen gelernt. Mit einem dicken Korkgürtel um die Brust, die Hand meiner Mutter unter dem Kinn, machte ich die ersten Schwimmzüge. Als ich es allein bis zur Boje des Segelbootes schaffte, erlaubten mir meine Eltern, mit unserem kleinen weißen Ruderboot auf große Fahrt zu gehen. Vorausgesetzt ich behielt den Korkgürtel um die Brust.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich war stundenlang unterwegs. Mein Lieblingsziel war die Krautinsel. Außer ein paar Kühen wohnte dort niemand. Trotzdem wagte ich nicht an Land zu gehen. Ich schaukelte in sicherer Entfernung neben einer Weide, die im See im flachen Wasser wuchs, und träumte vor mich hin.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Spannend waren dagegen meine Inselumrundungen, da ich den Dampferfahrplan nicht kannte, nicht realisierte, dass es überhaupt so etwas gab. Dann passierte es leider manchmal, dass der Dampfer auf den Steg zuhielt und ich gerade kreuzte. Das laute
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tuten versetzt mich jedes Mal in Panik. Manchmal hüpften auch die Menschen auf dem Dampfersteg aufgeregt herum, winkten und riefen. Zum Glück haben meine Mutter und meine Tante das nie erfahren. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Wochenende, wenn mein Vater und mein Onkel kamen, gab es andere Abenteuer. Die Erwachsenen wollten segeln und ich durfte mit. Das waren schöne Tage auf dem Wasser: Sonnen auf dem Boot, ab und zu ins Wasser springen, faulenzen. Ich durfte die Pinne halten. Und ich war unglaublich stolz - obwohl wir ankerten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Vettern, den „Buben,“ war das zu langweilig. Sie wollten lieber Wasserski fahren. Da mein Onkel eines der wenigen privaten Motorboote auf dem See hatte, war das auch ein regelmäßiges Vergnügen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für diese Erlaubnis musste mein Onkel allerdings auch als Seenotretter einspringen. Bei Sturmwarnung, wenn der Wind plötzlich drehte und schwarze Wolken aufzogen, fuhr er raus und zog gekenterte Segelboote ans Land.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich habe ihn dafür sehr bewundert. Auch als er sich einmal mit dem Bootsbauer der Insel geprügelt hat. Sie sind beide vom Steg gefallen und haben sich im Wasser weitergeschlagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Mutter, meine Tante und ich standen auf dem Inselrundweg und haben zugesehen. Ich weiß nicht, worum es ging. Vielleicht war es Eifersucht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute noch liebe ich den Geruch von Wasser und höre in Gedanken das leise Plätschern, wenn die Ruder ins Wasser tauchen. Wie in der Nacht, als wir zu spät aus München kamen und kein Dampfer mehr fuhr. Mein Onkel hat einfach eines der Miet-Ruderboote ins Wasser geschoben und uns übergesetzt, vom Vollmond beleuchtet.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Auch eine andere Szene ist mir noch vor Augen. Die ganze Familie auf dem Liegebrett, die Buben hingelümmelt in ihren Badehosen. Ich hatte einen Badeanzug an und fand ihn zu warm, zu unbequem und außerdem höchst ungerecht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wieso durften die Buben knappe Hosen tragen und ich dieses hochgeschlossene Teil?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Also rollte ich die Träger hinunter, bis es auch wie eine Hose aussah. Aber nein, das durfte ich nicht. Mädchen tragen keine Hosen, Mädchen tragen Badeanzüge. Da erwachte wohl die Emanze in mir.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Am Schluss gaben alle auf und ich trug auch eine Hose.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_2123-179959ec-9dd095fe-c50d7502.png" length="809507" type="image/png" />
      <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 20:22:50 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/sommer-sonne-segelboote</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_2123.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_2123-179959ec-9dd095fe-c50d7502.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Juniregen</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/juniregen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;strong&gt;&#xD;
      
            Juniregen
          &#xD;
    &lt;/strong&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich höre es schon im Bett. Es regnet. Es ist nicht nur das Rauschen des Windes in den riesigen Buchen, es ist Regen, sanfter Regen. Die Tropfen treffen nicht die Scheiben, sondern fallen weich herunter auf das frische Gras und die warme Erde. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es ist Zeit aufzustehen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich in die Küche komme und durch die Sprossenfenster nach draußen sehe, ist es nicht so düster wie befürchtet. Der silberne Himmel scheint wie von oben beleuchtet. Die Luft schimmert hell.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich beginne den Tisch zu decken und den Tee vorzubereiten. Nach kurzem Überlegen entscheide ich mich für einen "Earl Grey" und beim Öffnen der Teedose, steigt mir der feine Geruch der Teeblätter verbunden mit dem Bergamottöl in die Nase. Ja, damit fängt sich der Tag gut an.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die scharfe Zwiebel, die ich für die Avocado schneide, passt nicht so recht zu diesem jungen Morgen aber, vermischt mit dem fetten Fruchtmus ergibt sich ein Duft, der mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann stelle ich Milch und Zucker auf den Tisch vor dem Fenster, rieche das tropische Aroma des braunen Zuckers und freue ich mich auf die erste Tasse Tee.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Karli kommt mit den frischen Brötchen. Sie kippt die Tüte in den Brotkorb und wir spüren die Wärme, die noch von ihnen ausgeht. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich stoße das Fenster auf. Die Flügel öffnen sich weit nach außen und Regenluft dringt herein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir atmen beide tief ein.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Das ist kein Regen der tagelang anhält, bis es kein trockenes Fleckchen mehr gibt. Dieser Regen riecht nach Sommer, nach Wachstum, nach Aufbruch. Die schweren Tropfen massieren die Blätter und Blüten der Linden. Einzelne Blüten schweben durch die Luft. Es scheint, als tanzten sie mit den silbrigen Kugeln, die vom Himmel fallen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Von der Teerstraße am Ende der Auffahrt steigt die Nässe wieder auf und hüllt den Straßenrand in einen Schleier. Deutlich meinen wir den nassen Teer zu riechen, doch alles wird eingehüllt vom Duft der Lindenblüten. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Regen, Regen!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
            
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Wir setzen uns und schenken Tee ein. Was kann an einem Tag, der so beginnt, noch schiefgehen?
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1971.jpeg" length="792944" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 11 Jun 2026 13:58:07 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/juniregen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1971.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1971.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mein Ausflug in die Politik</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/mein-ausflug-in-die-politik</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Ausflug in die Politik
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Was wohl aus mir geworden wäre, wenn ich damals politischen Ehrgeiz gehabt hätte?
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In meinem Elternhaus wurde nicht über Politik diskutiert. Mein Vater war FDP- Mitglied und ließ sich bei jeder Wahl zum Wahlhelfer berufen. Ansonsten war er eher konservativ. Meine Mutter äußerte sich selten. Beide sahen täglich die Tagesschau und beim Frühstück teilten sie sich die Süddeutsche. Mein Vater bekam den Politik- und den Wirtschaftsteil, meine Mutter den Rest. Wir Schwestern interessierten uns nicht dafür und wurden auch nicht dazu angehalten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In der Schule bestand die politische Bildung einerseits im Geschichtsunterricht aus den Kriegserlebnissen des Direktors und aus den Schrecken der Hitlerjugend für unseren Deutschlehrer und andererseits aus dem Sozialkundeunterricht, wo uns eine sehr engagierte Lehrerin das amerikanische Staatswesen näherbrachte. Die Abituraufgabe in diesem Fach war ein politischer Aufsatz, meine einzige Eins.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Gerade volljährig zog ich wegen der Liebe in ein Dorf an der Ostsee und musste mich ohne Familie und Freunde zurechtfinden. Auf der Suche nach Anschluss wurden wir, nach einem Restaurantbesuch im Strandhotel vom Besitzer angesprochen und landeten kurz darauf in Versammlung der örtlichen CDU. Ob wir nicht Mitglied werden wollten? 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Mein Mann war sofort dafür. Ich sah unseren rotgesichtigen, halslosen, bayrischen Landesfürsten vor meinem inneren Auge und fand Herrn Stoltenberg im Vergleich nicht schlecht. Außerdem erinnerte ich mich dunkel, dass meine Mutter einmal meinte, wenn sie könnte, würde sie schon die CDU wählen, nur leider ginge das in Bayern ja nicht. Damit war die Sache klar. Wir wurden Parteimitglieder und hatten plötzlich eine Menge neuer Bekannter. Das hatte verschiedene Folgen: Wir wurden zum Segeln eingeladen, am Strand wurde ich nicht mehr nach der Kurkarte gefragt, weil wir ja nun bekannte Einheimische waren, und beim Edeka wurde ich mit einem säuerlichen Lächeln begrüßt. Die Pächter waren in der „anderen“ Partei.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Mitgliederversammlungen waren kurzweilig. Es ging um dörfliche Themen, die mich interessierten, danach kam der -längere- gesellschaftliche Teil. Er endete immer feuchtfröhlich. Mir schmeckte das norddeutsche Bier, die Profis tranken Wasser und Schnaps. Ganz konnte ich mich dem Schnaps leider nicht entziehen, weil der Wirt regelmäßig Runden ausgab und es nicht gerne sah, wenn jemand, besonders wenn dieser jemand ich war - ablehnte. Zum Abschied bekam ich von ihm schmatzende Küsse auf beide Wangen. So gesehen war es gut, dass ich immer etwas angetrunken war.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als Vorstandswahlen anstanden, fragte mich der Vorsitzende, ob er mich aufstellen dürfe. Meine Aufgabe sei nur, an den Vorstandssitzungen teilzunehmen. In der Gewissheit, dass mich schon niemand wählen würde, sagte ich zu. Ich hatte allerdings den Einfluss des Vorsitzenden unterschätzt. Ich wurde einstimmig gewählt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bald fand ich mich im Haus des Vorsitzenden mit Herren wieder, die ich zum Teil noch gar nicht kannte. Mit der Zeit fand ich heraus, dass sie alle wichtige Positionen in Kiel hatten, und fühlte mich ziemlich überflüssig. Der Vorsitzende gab sich Mühe, mich in die Gespräche einzubeziehen und allmählich wagte ich es ab und zu, einen Kommentar abzugeben. Meine Meinung stimmte nicht immer mit der der Herren überein, was sie irritierte. Der Vorsitzende schien sich aber darüber zu freuen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eine Aufgabe bekam ich dann doch. Ich sollte meinen Nachbarn, mit dessen Frau ich inzwischen gut befreundet war, überreden, Parteimitglied zu werden. Er lehnte ab, was den gesamten Vorstand sehr enttäuschte. Da er ein hohes Tier in der schleswig-holsteinischen Landesbank war, hätten sie sich mit dieser Feder gerne geschmückt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           In diesem Jahr sollten auch Landtagswahlen stattfinden. Ich sollte mir den Termin für die große Parteiversammlung zur Aufstellung der Kandidaten freihalten. Ich dachte mir nichts dabei, freute mich darauf, weil ich so etwas noch nie erlebt hatte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Es war dann eher langweilig. Endlose Reden, rhetorisch nicht alle gelungen. Schließlich wurde gewählt. Mit blankem Entsetzen hörte ich plötzlich meinen Namen. Keine Hand hob sich. Trotzdem war mir schlecht. Ich drehte mich zum Vorsitzenden um, der beruhigend die Hand hob. Er wollte nur meinen Namen bekannt machen, es hätte ja keine Gefahr bestanden, dass mich jemand wählen würde. Darum hätte er mich auch nicht vorher informiert. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als ich das später erbost einem Parteikollegen erzählte, war dessen Antwort: „Und der Name unseres Herrn Vorsitzenden ist damit auch wieder im Spiel.“ „Ich verstehe nicht?“ „Na, wenn er wieder ein junges Talent gefunden hat.“
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber das Spiel war noch nicht zu Ende. Es musste auch der Gemeinderat neu gewählt werden. Diesmal wurde ich gefragt, ob ich mich zur Wahl stellen würde. Auch das konnte ich mir nicht vorstellen. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Partei wollte aber unbedingt eine Frau dabeihaben – heute würde man es Quotenfrau nennen. Die maßgeblichen Herren überredeten dann eine ihrer Ehefrauen, sich aufstellen zu lassen. In der Wahlversammlung stellte sie sich vor als Hausfrau und ehemalige Musiklehrerin und wurde mit einer sehr knappen Mehrheit gewählt. Die teilweise genervten Mienen wurden gequält, als sie, nachdem sie sich bedankt hatte, vorschlug, gemeinsam ein Lied zu singen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Selten habe ich mich derartig fremdgeschämt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Bald darauf trat der Vorsitzende, mein Mentor, so muss ich ihn trotz allem nennen, aus gesundheitlichen Gründen zurück. In der neuen Zusammensetzung des Vorstands fühlte ich mich nicht mehr wohl. Die vertretenen Ansichten glichen immer mehr jenen des polternden bayrischen Landesfürsten und ich sah mich deutlich in der Opposition.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich trat ich aus der Partei aus.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute nehme ich meine demokratische Pflicht als Wahlhelferin 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           wahr, wahr – in den Fußstapfen meines Vaters, aber parteilos.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1763.jpeg" length="622599" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 16:36:47 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/mein-ausflug-in-die-politik</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1763.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1763.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Mein erstes Auto</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/mein-erstes-auto</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      
           Mein erstes Auto
          &#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Mein erstes eigenes Auto war ein hellblauer Steyr Puch TR II. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Er sah aus wie ein Fiat 500, aber Kenner wissen, wovon ich rede. Obwohl mir das damals nicht bewusst war. Ich hatte keine Ahnung von Autos.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Trotzdem hatte ich schon vor meinem achtzehnten Geburtstag Fahrstunden genommen und konnte meinen neuen Führerschein pünktlich zur Geburtstagsfeier abholen. Nun fehlte nur noch der fahrbare Untersatz. Aber auch dieses kleine Problem wurde umgehend gelöst, denn meine drei Vettern überreichten mir einen Autoschlüssel! 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sie hatten mir gemeinsam mein erstes Auto geschenkt. Bei der Probefahrt stellte sich heraus, dass diese kleine „Rennsemmel“ etwas schwieriger im Umgang war als das gewohnte Fahrschulauto. Man musste den ersten Gang mit Zwischengas fahren und das erforderte einiges an Übung. Außerdem hatte er 40 PS und eine so gute Straßenlage, dass er „auf der Straße klebte wie Kaugummi“. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Deshalb war einer meiner Vettern damit ziemlich erfolgreich Bergrennen gefahren. Was wahrscheinlich unausweichlich zu mehreren kleineren Unfällen geführt hatte. Ein Ergebnis war, dass die Beifahrertür nicht mehr richtig schloss und mit Draht befestigt war. Das hat aber niemand sonderlich gestört.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich genoss die neue Freiheit und war ständig unterwegs. In die Schule, zur Mathenachhilfe, zu Treffen mit Freundinnen. In meiner Naivität war mir nicht bewusst, dass man für ein Auto Steuern und Versicherung bezahlen muss. Das hatten die Vettern stillschweigend übernommen. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Bis eines Tages während der rasanten Abfahrt den Friedensengel hinunter die Beifahrertür aufsprang und den Wagen auf der Nebenspur traf. Mit klopfendem Herzen fuhr ich an den Straßenrand und ließ mich vom „gegnerischen“ Autofahrer beschimpfen.  Er hatte dann Mitleid mit dem Häufchen Elend, das vor ihm stand und begnügte sich mit meiner Adresse und dem Versprechen, dass er den Schaden ersetzt bekommen würde. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich war der Meinung, dass wir der Versicherung einfach die Wahrheit sagen sollten, nachdem ich erleichtert erfahren hatte, dass ich natürlich eine solche hatte. Die Vettern rauften sich die Haare. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ich glaube, sie haben es einfach privat bezahlt.
           &#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Meine kleine Rennsemmel haben sie mir wieder weggenommen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Bild.png" length="2202295" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 12 Feb 2026 17:17:31 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/mein-erstes-auto</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Bild.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Bild.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Advent</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/advent</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die "staade" Zeit 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Im Advent muss man sich vorbereiten auf die Weihnachtsfeiertage. Die Ankunft Christi geht im allgemeinen Stress meist ein bisschen unter. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
      
           Man muss rechtzeitig die Weihnachtsgans bestellen, Plätzchen backen, einen Christbaum kaufen und den Weihnachtsschmuck suchen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            ﻿
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dazu kommen noch die Weihnachtsfeiern: in der Kita, in der Schule, in der Firma, im Verein, mit den Freunden. Außerdem könnte man jetzt noch schnell die neue Brille bestellen, weil es ein Weihnachtssonderangebot gibt und die AirPods sind auch gerade unschlagbar günstig. Überhaupt, die ganzen Sonderangebote. Es fehlen doch noch einige Weihnachtsgeschenke.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           War das früher auch schon so? Bei „früher“ fällt mir die Weihnachtsfeier im Reitstall ein. Das war für uns Jugendliche auch mit viel Arbeit verbunden. Es wurde im Stall gefeiert. Deshalb musste es picobello sauber sein. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Die Pferde kamen auf die Koppel, damit sie sich nochmal richtig austoben konnten. Währenddessen wurden die Ständer – tiergerechte Laufställe gab es damals nicht – gründlich ausgemistet und mit viel frischem, duftendem Stroh aufgefüllt. Die Pferde hatten sich draußen alle genüsslich auf dem feuchten Boden gewälzt und sahen aus wie S… Das hieß putzen, bis sie wieder glänzten, Mähne und Schweif von Stroh befreien und kämmen. Dann wurde gefegt. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schließlich konnten die Biertische und -bänke aufgestellt werden. Ein langer Tisch durch die ganze Stallgasse. Eine weiße Papiertischdecke von der Rolle, darauf Papierteller mit Mandarinen, Lebkuchen und Nüssen auf Tannenzweigen und Kerzen! Wenn das die Feuerwehr gesehen hätte! Die Reitlehrerin war ziemlich risikofreudig aber auch die Gäste haben sich damals offenbar nichts dabei gedacht.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Tage vor dem großen Ereignis wurde schon der riesige Bollerofen am Eingang zur zugehörigen Wohnung aufgeheizt, bis er fast glühte. Schließlich war es sogar im Stall erträglich warm. Auf dem Bollerofen kochten wir auch die Bohnensuppe, die an alle ausgeschenkt werden sollte. 
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Dann war es endlich so weit. Die Suppe war fertig, Bier und Schnaps standen bereit, die Kerzen waren angezündet. Die Gäste kamen. Reiter, deren Familien, Sponsoren, Wohlgesonnene, wie der Bürgermeister des Ortes und unser Stargast:
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Udo Jürgens!
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Seine Frau Panja hatte ihr Pferd bei uns stehen und war eine regelmäßige Reiterin. Die Einladung zur Weihnachtsfeier hat das berühmte Paar in all den Jahren nie ausgeschlagen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Und für alle, nicht nur für uns junge Mädchen waren diese Feiern unvergesslich. Treuere Fans konnte unser Star nicht haben.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1577-a0f65394.png" length="3481557" type="image/png" />
      <pubDate>Thu, 11 Dec 2025 13:46:13 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/advent</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1577.jpeg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1577-a0f65394.png">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Allerheiligen</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/allerheiligen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Allerheiligen auf dem Friedhof
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Am ersten November, an Allerheiligen, gedenkt die katholische Kirche ihrer Heiligen. Allerseelen, am nächsten Tag, ist dagegen der Tag des Gedenkens aller verstorbenen Gläubigen.   Nichtsdestotrotz werden die Gräber üblicherweise schon am Nachmittag des ersten Novembers gesegnet. In ländlichen Gemeinden ist das eine Gelegenheit, zu der sich ein großer Teil der Dorfgemeinschaft auf dem Friedhof versammelt. 
         &#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          In den Tagen davor werden die Gräber geschmückt: Frische schwarze Erde, leuchtende Chrysanthemen, bunte Blumen und Kerzen, die das ewige Leben symbolisieren, zeigen, wie wichtig die Ahnen den Familien sind.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Bis es schließlich losgeht ist der Friedhof voller Menschen. Um viele Gräber drängen sich Menschentrauben, an anderen stehen nur wenige und an manchen ist niemand. Über die Gräber weg wird gegrüßt, sich unterhalten und verabredet. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Schließlich marschiert die Blaskapelle ein, alle Bläser in Tracht, mit glänzenden Instrumenten. Bis sie sich aufgestellt hat, ist es noch unruhig, dann falten alle die Hände und die Kapelle spielt. Der Pfarrer und eine Gruppe Ministranten, alle im weißen Gewand, kommen. Der Lautsprecher wird aufgebaut, ein Ministrant hält das Mikrofon, ein zweiter schwenkt ein Weihrauchgefäß. Der Pfarrer spricht ein Gebet. Dann wird ihm der Weihwasserpinsel gereicht, ein Ministrant hält den Weihwasserkessel bereit und die wichtigste Handlung beginnt: Die Segnung der Gräber.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Pfarrer schreitet die Gräber ab und versprenkelt das Weihwasser: „Gott, der Herr des Lebens, Gott der Herr des Lebens.“ 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Zum Abschluss spielt die Blaskapelle noch ein Stück. Nachdem sie geendet hat, ist es still. Es dauert einen Moment, bis alle ans Aufbrechen denken.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Vor dem Eingang des Friedhofs finden sich dann wechselnde Gruppen zusammen. Wer in einer dörflichen Gemeinde dieser Veranstaltung fernbleibt, wird vermisst. Umso größer ist die Freude, wenn weiter entfernt lebende Verwandte extra anreisen oder Freunde und Bekannte, mit denen der Kontakt nicht mehr so eng ist, das Gespräch suchen. Viele sehen sich nur an diesen Festtagen und tauschen sich über die Ereignisse des vergangenen Jahres aus. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Es dauert länger als die kirchliche Zeremonie, bis Friedhof und Parkplatz wieder menschenleer sind. Dann füllen sich die umliegenden Wirtschaften oder Cafés.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Doch auch wenn es ein mehr privater Besuch am Grab eines Angehörigen ist, fühlen wir uns mit den Toten – und den Lebenden - verbunden. Und unweigerlich denken wir an die Vergangenheit, fallen uns Erlebnisse und Anekdoten ein, zieht ein Stück Leben an uns vorüber.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wie wichtig ist so ein Ritual, das uns einmal im Jahr dazu aufruft, zurückzublicken und uns und unsere Geschichte zu reflektieren.
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1513.jpeg" length="558713" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 06 Nov 2025 11:54:51 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/allerheiligen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1514.png">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/IMG_1513.jpeg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Die oide Wiesn</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/die-oide-wiesn</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;b&gt;&#xD;
    
          Die oide Wiesn
         &#xD;
  &lt;/b&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    &lt;b&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/b&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Damals in den 60ern, als wir noch mit der ganzen Familie, Freunden und Bekannten auf das Oktoberfest gingen war es viel kleiner, gemütlicher und friedlicher. Die Mass Bier kostete 1,90 DM statt 15 €! Man trug Alltagstracht oder Jeans statt „Wies’n Outfits“. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Es gab ein kleines Kettenkarussell, eine überhaupt nicht gruselige Geisterbahn, die Achterbahn, für die, die sich „aus Versehen“ näherkommen wollten und natürlich den Flohzirkus. Der Geruch aus Bier, Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und Bratwürsten allerdings … der ist bis heute derselbe.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Einer meiner Onkel, als stolzes Mitglied der „Tölzer Schützen“, hatte das Privileg, im Schützen-Bierzelt immer einen schönen, großen Tisch für uns reservieren zu können. Das hat allerdings auch nicht immer geklappt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Als unsere Gesellschaft deshalb einmal, auf der Suche nach einem Tisch durch das Zelt zog, sah ich plötzlich einen Bekannten, einen jungen Mann, der mein Herz höherschlagen ließ. Er hatte mich auch entdeckt und winkte mir zu. Er saß inmitten einer sehr großen Runde in einer Box und mein aufmerksamer Onkel fragte sofort, ob wir uns nicht an den freien Tisch dazu setzen könnten. Ein älterer Herr wurde konsultiert, der, mit einer einladenden Geste, freundlich nickte.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wie befürchtet, wollte meine Mutter sofort wissen, wer der junge Mann sei. „Den kenne ich vom Reiten“. Weitere Auskunft wollte ich nicht geben, aber es schien meiner Mutter zu genügen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Sie war gefordert, ihre Bestellung aufzugeben und unsere Gesellschaft wurde in kurzer Zeit sehr fröhlich und abgelenkt von meiner, über die Tische geführten, Kommunikation mit Alex, meinem Bekannten.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mit Zeichensprache und Lippenlesen verständigten wir uns schließlich, dass wir zusammen bummeln gehen wollten. Das war damals noch möglich, man wurde noch nicht von der Menschenmenge erdrückt.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Mein heimlicher Schwarm war schon richtig erwachsen und hatte mich bis dahin nicht besonders beachtet. Was für eine Gelegenheit! Ich war aufgeregt, aber Gesichtsröte fiel in dieser Umgebung nicht weiter auf.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wir kauften gebrannte Mandeln und gingen als erstes ins Teufelsrad.  Hierher kamen die meisten aus Schadenfreude oder in der Hoffnung Blicke unter Dirndl werfen zu können, wenn die riesige Holzscheibe sich immer schneller drehte und die Mutigen, die sich draufgesetzt hatten, unter dem Gejohle des Publikums hinunter fegte. Die Letzten hielten sich, bis die Helfer Seile und große Bälle auf die Scheibe warfen und sie in eleganter Flugkurve am Rand landeten. 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Wir waren nicht mutig und zogen weiter. Vorbei am „Hau den Lukas“ wo Muskelmänner versuchten, mit einem schweren Hammer einen Schlitten so hochzutreiben, dass er die Glocke oben an der Stange anschlug. In den 60ern gab es auch noch Showmaster, die mit: „Na, traut sich die Dame?“ das Publikum anheizten. Die Zuschauer hatten wahrscheinlich mehr Spaß als die Akteure.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Am Toboggan, eine Art Turmrutsche, hielten wir uns länger auf. Auf einem Förderband musste man es acht Meter nach oben schaffen, bis man über eine Wendeltreppe zur Spitze des Turms kam. Von da aus ging es dann auf Sackleinen die gewundene Rutsche hinunter.  Das rotierende Förderband stellte für viele ein unüberwindliches Hindernis dar. Besonders für die, die schon eine oder zwei Mass genossen hatten. Es gab zwar Helfer, aber die kümmerten sich lieber um die jungen Damen, die sie elegant noch oben begleiteten. Die anderen, die das Publikum so prächtig mit ihrem Gestolper und ihren Stürzen unterhielten, mussten es allein schaffen – oder auch nicht.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Inzwischen hatte Alex locker den Arm um mich gelegt und schlug vor, mit der Achterbahn zu fahren. Mein Herz schlug höher und ich wehrte mich nicht als er mich an sich drückte, um mich vor ein paar vorbeiziehenden, grölenden Rowdies zu schützen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           In der Achterbahn saßen wir schön eng zusammen. Die Schwerkraft machte es fast unmöglich, Abstand zu halten. Bis Alex mich fragte: „Sag mal, wie alt bist du eigentlich?“ Kurz überlegte ich, zu lügen, antwortete dann aber ehrlich: „Sechzehn.“ Ein bisschen zögerlich rutschte er von mir weg. Hätte ich doch lügen sollen.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Zurück im Zelt flirteten wir noch ein bisschen, bis seine Gesellschaft schließlich aufbrach. Alle verabschiedeten sich überschwänglich von dem älteren Herrn, der offensichtlich Alex Vater war. „Wir sehen uns,“ meinte Alex und winkte zum Abschied.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Kurz darauf fragte auch mein Onkel nach der Rechnung, worauf die irritierte Kellnerin meinte: „Das hat der Herr Bürgermeister alles schon bezahlt.“ 
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      
           Ob das Missverständnis später behoben wurde, weiß ich nicht mehr. Ich jedenfalls litt unter meinem ersten Liebeskummer.
          &#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
    &lt;div&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-174761655.jpg" length="287183" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 06 Oct 2025 16:27:37 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/die-oide-wiesn</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-174761655.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/iStock-174761655.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Der Tag an dem der Hund fortschwamm</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/der-tag-an-dem-der-hund-fortschwamm</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;h3&gt;&#xD;
  
         Urlaub auf Föhr
        &#xD;
&lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Wir sitzen am Strand und schauen aufs Meer. Es ist Ebbe, das Wasser zieht sich langsam zurück, Spaziergänger suchen Muscheln in den Pfützen, kleine Grüppchen stehen zusammen und unterhalten sich. Einige Kinder stehen auf Surfbrettern und versuchen sich im Stand-up-Paddeln, unterstützt von Eltern, die vom Strand aus Hilfestellung geben. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Ein Junge hat Schwierigkeiten, weil ein Hund sein Surfbrett umkreist und nicht abzuweisen ist. Das Surfbrett schwankt gefährlich, der Junge versucht, den Hund nicht mit dem Paddel zu treffen und beschwert sich lauthals: „Was soll ich machen? Er geht einfach nicht weg?“
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Da dreht der Hund ab und schwimmt in die andere Richtung. Alle wirken erleichtert. Der Junge hält das Gleichgewicht, der Vater ist zufrieden. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Hund schwimmt weiter. Ein kleinerer Hund läuft bellend ins Wasser, das ist dort noch tief und er muss auch schwimmen. Die beiden begrüßen sich, umkreisen sich, sie werden jetzt wohl zurückkommen. Doch nur der kleinere kommt zurück, der andere schwimmt weiter. Der Vater und Herrchen des Hundes ruft. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Hund schwimmt weiter. Das Wasser hat nun schon einen deutlichen Sog, die Kinder kommen mit ihren Brettern zurück an den Strand. Nur der Hund schwimmt weiter. In der Ferne sieht man die Halligen im Dunst, ein leichter Wind kommt auf. Der Hundebesitzer rudert mit beiden Armen in der Luft und ruft. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Hund schwimmt weiter. Inzwischen stehen mehrere Menschen bei dem Hundebesitzer. Alle wirken aufgeregt. Auch die Kinder rufen nun, der kleinere Hund hüpft hin und her und bellt. Der Kopf des Hundes wird allmählich kleiner, aber er schwimmt weiter. Bewegung kommt in die Gruppe. Der Hundebesitzer zieht seine Hose aus und geht ins Wasser. Er ruft, es klingt verärgert. 
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  &lt;div&gt;&#xD;
    
          Der Hund schwimmt weiter. Das Wasser reicht dem Mann nun schon bis zum Bauch, er ruft wieder. Jetzt klingt es verzweifelt. Dann schwimmt er los. Der Pulk am Strand steht gebannt, immer mehr Menschen werden es. Der Mann ist ein guter Schwimmer. Schließlich hat er den Hund erreicht, packt ihn am Halsband und will zurück. Der Hund wehrt sich. Wo will er nur hin?
         &#xD;
  &lt;/div&gt;&#xD;
  
         Der Mann ist stärker, er zieht den Hund neben sich her. Gleich haben sie wieder festen Boden unter den Füssen aber der Mann lässt den Hund nicht los. Beifall kommt auf. 
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  
         Gerettet. Gerettet?
         &#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;br/&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/FGZU9958-278efe02.JPG" length="84811" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Sat, 16 Aug 2025 14:01:17 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/der-tag-an-dem-der-hund-fortschwamm</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/FGZU9958.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/FGZU9958-278efe02.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Housesitting</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/urlaub-machen-wo-andere-wohnen</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Urlaub machen wo andere wohnen
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Seit ich den Film „Liebe braucht keine Ferien“ mit Kate Winslet und Cameron Diaz (2006) gesehen habe, bin ich fasziniert von Housesitting. Heute gibt es Agenturen, die diese Art Urlaub fast überall auf der Welt vermitteln.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Für mich kam das Angebot aus dem Freundeskreis. Zwei Wochen in einem Haus an einem kleinen bayrischen See mit einem eigenen Badesteg am darin mündenden Fluss.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Meine Aufgaben waren: Den Kater in Abwesenheit seines Frauchens zu versorgen und ihm seelischen Beistand zu leisten, den Rasen zu mähen und insgesamt auf das Haus aufzupassen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Ich konnte im Haus frei schalten und walten und durfte sogar im Schlafzimmer der Hausherrin übernachten, welches das ganze loftartige Dachgeschoss einnahm.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Der Kater war allerdings von mir nicht begeistert.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Abgesehen von der sehr deutlichen Aufforderung, ihn endlich zu füttern, ignorierte er mich konsequent. Ich versuchte mit allen Mitteln, ihn zu verführen. Ich warf Wollknäuel für ihn aus, besorgte das teuerste Katzenfutter, das die Werbung zu bieten hatte und ließ die Schlafzimmertür offen, falls er dort übernachten wollte - was er sonst nicht durfte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Trotzdem zeigte er mir deutlich, dass er hier zu Hause war, mich aber für den Futterroboter hielt.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich genoss die Tage trotzdem. Sonnen, lesen, baden und Fahrradtouren sorgten für das richtige Urlaubsfeeling.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Eines Nachmittags traf ich im Strandlokal einen wunderschönen langhaarigen Schäferhund.  Er sah aus wie ein Zwillingsbruder meines ehemaligen Gefährten. Ich hielt ihm die Hand hin, um mich vorzustellen. Er schnupperte kurz und knurrte mich an. Ich war schockiert. Noch nie hatte ein Hund mich abgelehnt. Die Besitzer riefen ihn zurück und sahen mich mitleidig an. Beim Heimradeln wurde mir klar, dass er den Kater gerochen hatte. Er mochte offenbar keine Katzen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Jetzt war ich sauer auf den Kater und ignorierte ihn meinerseits. Ausgerechnet an diesem Abend machte er es sich auf meinem Schoß bequem. Schließlich sind wir doch noch Freunde geworden.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;br/&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Uffing3.JPG" length="107460" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Mon, 04 Aug 2025 18:39:55 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/urlaub-machen-wo-andere-wohnen</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/DSC00607.JPG">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Uffing3.JPG">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
    <item>
      <title>Wo ist die Erdbeerbowle geblieben?</title>
      <link>https://www.biografie-monikadibernardo.de/wo-ist-die-erdbeerbowle-geblieben</link>
      <description />
      <content:encoded>&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;h3&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Als der Sommer noch in einer Glasschüssel wohnte.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/h3&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;&#xD;
&lt;div data-rss-type="text"&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Es ist Sommer – Erdbeerzeit. Man bekommt sie überall: Im Bioladen, auf dem Markt, auf den Feldern zum Selberpflücken, wo viele gleich im Mund statt im Körbchen landen. Zuhause werden dann daraus Smoothies, Desserts und Erdbeerkuchen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Aber keine Erdbeerbowle.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Früher war sie das beliebteste Getränk bei Geburtstagen, Gartenfesten oder beim gemeinsamen Fußball gucken. Sie durfte bei keinem geselligen Sommerabend fehlen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Nach dem Einzuckern wurden die Früchte in der bauchigen Bowlenschüssel, dem Stolz jeder Hausfrau, mit Wein aufgegossen und über Nacht kaltgestellt. Kurz bevor die Gäste eintrafen, kam reichlich Sekt dazu.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Zum Trinken gab es extra Gläser mit Henkeln und für die Erdbeeren kleine Plastikspieße, mit denen sie mühsam herausgefischt werden konnten.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Ich erinnere mich, dass bei einem Doppelkopfabend meines Onkels alle so engagiert waren, dass sie auf die Früchte verzichtet haben. Ich, noch keine zehn Jahre alt, beschäftigte mich unbemerkt damit, die prallen Erdbeeren aus den Gläsern zu angeln und mit wachsender Begeisterung zu essen. So kam ich zum ersten „Rausch“ meines Lebens und musste von meinem Onkel ins Bett getragen werden. Meine Eltern durften natürlich nichts davon wissen.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;br/&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Heute gibt es stattdessen Aperol Spritz, der mit Strohhalm serviert wird oder den Hugo mit dem krönenden Minzblättchen, die man genauso gut allein an der Bar oder am Pool trinken kann.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      &lt;span&gt;&#xD;
        
            Das Gemeinschaftserlebnis Erdbeerbowle ist aus der Mode gekommen.
           &#xD;
      &lt;/span&gt;&#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
  &lt;p&gt;&#xD;
    &lt;span&gt;&#xD;
      
           Schade.
          &#xD;
    &lt;/span&gt;&#xD;
  &lt;/p&gt;&#xD;
&lt;/div&gt;</content:encoded>
      <enclosure url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Erdbeerbowle-efb7c70c.jpg" length="178859" type="image/jpeg" />
      <pubDate>Thu, 17 Jul 2025 16:22:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://www.biografie-monikadibernardo.de/wo-ist-die-erdbeerbowle-geblieben</guid>
      <g-custom:tags type="string" />
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Erdbeerbowle-efb7c70c.jpg">
        <media:description>thumbnail</media:description>
      </media:content>
      <media:content medium="image" url="https://cdn.website-editor.net/3431d647313946d5a1a12f44c4e3125b/dms3rep/multi/Erdbeerbowle-efb7c70c.jpg">
        <media:description>main image</media:description>
      </media:content>
    </item>
  </channel>
</rss>
